Samstag, 3. Februar 2007

Pausen ...

... sind ja manchmal gut. Auch beim Laufen. Daher J2L. Allerdings kribbelt es bereits wieder. Und nach den heutigen 5 lockeren Kilometern, die allerdings durch frisch befüllten Magen beschwert waren, denke ich über weitere 4 oder 5 lockere Kilometerchen morgen nach. Pause war auch beim Bloggen angesagt. Wie berichtet, habe ich eine neue Wohnung (übrigens in einer Straße, die einen enorm passenden Namen für mich aufweist) und der lokale DSL-flat-rate-Anbieter meines Vertrauens muss sich erst überwinden, mir mein sauer verdientes Geld abzuknöpfen. So muss ich also fremd gehen und fremde flat rates dazu benützen, den Blog zu befüllen. Während des Laufs heute kam mir das Wetter wie vor-frühlingshaft vor. Nun war das den ganzen Winter über so und langsam könnte man das ja auch dem normalen Verlauf der Jahreszeiten zuschreiben, wenn da nicht das Titelblatt der Süddeutschesten aller Zeitungen heute gewesen wäre, welches uns über das katastrophale Ausmaß der Erderwärmung aufgeklärt hat. War das was Neues? Nun, laufen produziert nur in geringem Maße "Treibhausgas" und insofern fühle ich mich weitgehend unschuldig. Übrigens habe ich vorgestern gemerkt, dass unmittelbar vor meiner (neuen) Wohnung ein Bus hält, welcher mich auf direktem Weg direkt vor die Hauptpforte meines geschätzten Arbeitgebers bringt. Wenn das mal kein Angebot ist. ÖPNV! J2L!

Laufen!

Beste Grüße und einen schönen Tag von Martin

P.S. Demnächst werden die Einträge wieder regelmäßig täglich erfolgen. Versprochen.

Donnerstag, 25. Januar 2007

Hab ich ...

... mal wieder Recht gehabt. Und ich habe gerne Recht. Oh ja. Ich gebe es wenigstens zu. Also, ich habe Recht gehabt, dass die beste Methode, einen neuen Aufenthaltsort kennen zu lernen ist, in dem man sich ihn erläuft. Ein neuer Aufenthaltsort wie zum Beispiel im Urlaub, auf Dienstreise, nach einem Umzug. Ich bin umgezogen und konnte mir eigentlich gar nicht vorstellen, dass man hier gut laufen kann. Man kann! Und wie. Zuerst auf Fuß- und Radwegen zum Schloss Blutenburg, um dann ständig durch tief verschneiten Park auf Fußwegen in Richtung Nymphenburger Schloss zu laufen. Herrlich. Mit minus 5 Grad fast schon klirrend kalt, kreischende Kinderhorden auf winzigen Schlittenhügelchen und jede Menge sehr braver Hunde. Ein wahres Vergnügen. Der Nachtdienst, der Schlafmangel und die eweige Karton- und Möbelschlepperei stecken mir noch heftig in den Beinen. Daher habe ich den Lauf wohl hauptsächlich mit dem Kopf genossen. Die Beine und der Hintern (die Glutealmuskulatur) haben den Lauf eher mit Unbehagen und jetzt bereits mit Muskelkater quittiert. Aber nach drei Tagen MUSSTE es einfach wieder sein. Meine neue Wohnung verfügt noch nicht über einen Internetzugang, so dass ich in den nächsten zwei Wochen nur sehr unregelmäßig posten können werde. *Wenn der Provider dann endlich geliefert hat, werde ich allerdings über rasendes DSL mit 16Mbit downstream verfügen. Jawoll ja. Und damit der upload der posts schnell geht, gibt es 800kBit upstream. Ha!*
Der letzte Satz in *__* war ein Paradebeispiel, wie ich nicht schreiben will. Lauter Anglizismen ergeben ein schreckliches Kauderwelsch. Versuchen wir es anders:
*Wenn der Anbieter dann endlich geliefert hat, werde ich allerdings über rasendes DSL mit 16Mbit Ladegeschwindigkeit verfügen. Jawoll ja. Und damit das Hochladen der Beiträge schnell geht, gibt es 800kBit in dieser Richtung. Ha!*
Etwas besser?

Trotz der bevorstehenden Zwangspause: ... J2L!

Beste Grüße und schönen Abend von Martin

Dienstag, 23. Januar 2007

Marathon ...

... bin ich keinen gelaufen. Weder gestern noch heute. Dafür habe ich quasi einen Marathon der Arbeit hingelegt und bin daher gar nicht gelaufen. Schade. Was ist geschehen? Zunächst einmal habe ich momentan Nachtdienst und arbeite zumindest den größten Teil der Nacht. Gestern konnte ich dann meine neue Wohnung übernehmen. Also, Schlaf hintan gestellt und auf zu einem schwedischen Möbelhaus meines Vertrauens. Dann müssen die Teile aber auch aufgebaut werden und zuvor noch die Wände angestrichen ... Bis zum Schichtbeginn habe ich es eben noch geschafft zu duschen und dann nichts wie los. Übrigens hatte ich zwar Seife und Warmwasser in der Dusche, nur die Handtücher waren noch nicht mit umgezogen. Dumme Sache, das. Aber egal, man trocknet auch so (vor einer warmen Heizung). Die Nacht gab es dann natürlich viel zu tun. Aber was ein richtiger Neumieter ist, der lässt sich weder ins Bett noch ins Bockshorn jagen und ... genau! Gleich nochmal dahin, wo das Möbel haust (der Gag ist geklaut). Und vor lauter aufbauen und putzen war es schon wieder abends ... so, jetzt sitz ich da, mir tut alles weh und ich habe eine Nachtschicht vor mir. Morgen muss ich natürlich erstmal in die alte Wohnung, Handtücher etc einpacken. Aber dann geht es ratzfatz ins nagelneue Bett.

Laufen werde ich wohl erst Ende der Woche wieder .... Wahrscheinlich ist das bereits jetzt ein zum Bruch veurteiltes Versprechen :-) Demnächst mehr an dieser Stelle!

J2L!

Beste Grüße und wunderbaren Tag wünscht Martin

Sonntag, 21. Januar 2007

"Wunder ...

... gesche'n", sang Nena und Recht hatte sie. Heute Morgen gab es erneut ein Wetterwunder. Ich lief bei grauem Himmel los. So eine Art Wolkendecke, die anscheinend für die Ewigkeit aufgeschichtet ist, die nicht nachgibt, die dich erschlagen will, die auf dein Gemüt und auf deinen Kopf drückt. Und dann, kaum einige Minuten gelaufen, schon kommt der blaue Himmel durch. Da geht es mir ein wenig wie Hans im Glück, der seinen Klumpen Gold für ein Pferd, dies für eine Kuh, diese für ein Schwein, dies für eine Gans und die für zwei Steine eingetauscht hatte. Jedesmal wähnte er sich unglaublich glücklich. Schließlich fielen ihm die Steine in den Brunnen und er dankte Gott auf Knien für sein unverschämtes Glück. Mir fallen ebenfalls sämtliche Lasten von den Schultern wenn ich laufe und ich werde beschenkt mit guter Laune, Leichtigkeit, einem Gefühl von Stärke und Schnelligkeit. Laufen im Glück. J2L im Glück. J2LiG. Heute waren es 6 bis 7 km im forschen Tempo. D.h. 10km/h im Schnitt, was für mich schon ganz beträchtlich ist. Nun habe ich einen Tag Pause vor mir und bin ebenfalls dankbar.

Laufen im Glück!

Beste Grüße und einen wunderbaren Tag wünscht euch Martin (wahrscheinlich ordentlich auf Endorphinen)

Samstag, 20. Januar 2007

Wildbad...

... Kreuth. Ja, dort, wo sie Stoiber den Garaus gemacht haben. Dort bin ich (!) heute morgen gelaufen. Frueh um sieben, bei Morgengrauen, raus aus den Federn und rein in die Laufklamotten und ab ging es. Naturgemaess bergauf, denn von dort geht es entweder runter nach Kreuth ueber die Bundesstrasse oder aber bergauf und immer steiler bergauf, je weiter man laeuft. So wurden es dann mangels Puste und bei allzuvielen Prozenten Steigung nur 30 Minuten Lauf. Wunderbare Natur! Ein Bergbach, Wald, Berge, die aufgehende Sonne... es ist unbeschreibbar, ich versuche es gare nicht erst. Der Rest des Tages ging wie der gestrieg Nachmittag mit einem Fachsymposium eher belanglos zu Ende ... Ich habe uebrigens vergebens nach Blutflecken, abgetrennten Gliedmassen oder ausgerissenen Haaren gesucht im Bildungshaus der Hanns Seidel Stiftung. Entweder haben die gute geputzt, oder aber es war doch nicht so schlimm, wie man es sich vorstellt....
Gestern gab es keinen Post, wie ich freimuetig aber schuldbewusst zugebe. Ich wachte in der Ferienwohnung eines Freundes unmittelbar am Schliersse auf. Und zwar hat der seine Wohnung dort, wo keine Touris zwischen Terrasse und Ufer gehen koennen. Kyrill haette uns also wegspuelen koennen, tat er aber nicht. Geplant war ein Lauf einmal rund um den Schliersse. Das sind nur 8 km. Jedoch hielt mich ein fuerchterlicher Kater davon ab. Mann, selten so geliten. Dummheit, aber was solls. Der Abend war schoen. Sehr schoen. Grins. Diesen Lauf hatte ich aber wahnsinnig gerne in meiner Sammlung gehatb. Sehr schade!
Nun werde ich also trotz J2L morgen nochmal laufen. Heute waren es nur einige Meter und davor zwei Tage Pause. Das geht ja gar nicht. Aber anschliessend J2L. Ich liebe es!!!

Laufen! (J2L!)

Beste Gruesse und einen schoenen Abend wuenscht euch Martin

Donnerstag, 18. Januar 2007

Offensichtlich ...

... erfolgreich, mein neues Laufprogram J2L (jeden zweiten Tag laufen). Hach, irgendwie bin ich doch etwas wehmütig, denn das tägliche Laufen hat doch etwas Besonderes, Außergewöhnliches, etwas, das man gerne mitteilt und damit angibt. Abgesehen davon geht es nach den wenigen Tagen J2L ganz wunderbar! Die Stellen, die gerne Überlastung angezeigt haben - Sehnen des Tibialis Posterior Muskels rechts und links - geben Ruhe, die Muskeln räkeln sich entspannt ohne Kater - alles wunderbar. Und das obwohl ich gestern etwas mehr als 7km in forschem Tempo rannte. Das mag sich wenig anhören, ist aber für mich bisher schon ziemlich viel gewesen. Und heute fühlt es sich an, als wenn ich dringend raus auf die Straße müsste. Ich widerstehe heroisch dem Drang, verschiebe die Triebabfuhr auf morgen und schreibe im Sinne einer Übersprungshandlung etwas über das Laufen ins Blog. Ist ja auch schon etwas, nicht ? ...
Vielleicht wäre ein Lauf heute auch nicht angeraten, denn das Radio teilte uns mit, dass ein Sturm über Deutschland fegt. Jetzt weht es auch schon ganz schön draußen, jedoch ein Telefonanruf nach Köln erbrachte einn negative Windabfrage ... Ist Kölle zu weit westlich? Ist der Sturm dort schon vorbei? Kommentare erbeten.
Ich jedenfalls ziehe mich heute gen Süden zurück, will sagen, ich fahre an den Schliersee, um heute Abend mit einem Freund ein halbes Rind (es mag auch ein Hirsch oder eine Widlsau werden) zu verspeisen und dann morgen wie angekündigt nach Wildbad Kreuth zu reisen. Dort halten wir im CSU kontaminierten Tagungszentrum ein Symposium über Blut-Gerinnung ab. Spannend? Aber ja doch! Vor allem werden wir feststellen, ob Stoiber und seine Mannen ihre Zimmer ordentlich hinterlassen haben.

So verbleibe ich denn bis dahin mit den besten Wünschen und einem feierlichen Hallali!
Laufen! (J2L)
Stets Euer Martin
P.S. lasst euch heute nicht wegpusten

Mittwoch, 17. Januar 2007

Wundersam ...

... dass Blogger meinen letzten, so mühsam verfassten Text verschluckt hat. Nun, was Bestand hat beim zweiten Denken, beim zweiten Schreiben, dass sollte wert sein, hier ein weiteres Mal gepostet zu werden.
Wundersam also ebenfalls, waren das Wetter und ich heute. Was wir beide gemeinsam haben? Nicht viel, an sich, Heute jedoch tat sich eine wundersame Wandlung sowohl beim Wetter als auch bei mir. Wiewohl ich bereit bin, zuzugeben, dass der Lauf nichts am Wetter geändert hat, so hat der Lauf sehr wohl und sehr viel bei mir geändert. Das Wetter mag zwar auf mich gewirkt haben, ich jedoch kaum auf das Wetter. Obwohl uns die (falsch verstandene) Chaostheorie mit ihrem Schmertterlingseffekt das Gegenteil suggerieren könnte. Aber eben nur die falsch verstandene Chaostheorie. Was passierte? Der Start zu einem 7+km Lauf in durchaus forschem Tempo war begleitet von denkbar ungemütlichem Wetter mit knapp über Null Grad und eben vorher beendetem Nieselregen sowie den dazu passenden grau dräuenden Wolken. Kaum losgelaufen, lichtete sich da und dort die Gräue, um einer verheißungsvollen Bläue nachzugeben. Bis zum Ende des Laufs war sowohl meine Geschwindigkeit um ein Drittel gesteigert, als auch das Blau des Himmels auf gute 80% der Fläche ausgebreitet. Zu Beginn des Laufes war passend zum Wetter der Kopf angefüllt mit kreisenden Gedanken um Unerledigtes aber vor allem Unbeeinflussbares. Gegen Ende des Laufes machte sich eine gelassene Heiterkeit breit, die die Unbeeinflussbarkeit nicht nur wahrnahm, sondern konsequent bachtete. Was kann ich tun, um dies öfter, gar ständig zu erleben? Wunderbar. Ist es dieses Gefühl, das der Dalai Lama meint, wenn er so selig drüber schreibt? Fast möchte ich es glauben.Dazu kam die Freude über Dschäituhäll. Ich "darf" schnell aufen, mich verausgaben, mich gehen lassen, die Zügel losgeben und mich jauchzend über Tempo, Azidose und Lungenbrennen freuen. Denn ich "muss" ja nicht unbedingt morgen auf den gleichem Niveau sein. Ich muss ja nicht höllisch aufpassen, mich nicht in ein Übertraining abgleiten zu lassen. Ich "muss" gar nicht. Kein Zwang, nur pure Freude an der Bewegung. Es wird sicher aus dem J2L ein J2L+ werden. Jeden zweiten Tag oder öfter. Aber daran mag ich jetzt nicht denken, ich mag es allenfalls zulassen, wenn es denn kommen mag. Regeln werden von nun an fallengelassen.

So wünsche ich einen guten Tag und beste Grüße und stelle heute den abgeschwächten, ausrufezeichenlosen Imperativ bewusst hinten an

Laufen (Dschäituhäll).

P.S. Dschäituhäll = Dschäi-Tuh-Äll = J2L = jeden 2. Tag laufen ... für alle, die gestern nicht mitgelesen, mitgelitten, mitgelacht haben ...