Donnerstag, 25. Januar 2007

Hab ich ...

... mal wieder Recht gehabt. Und ich habe gerne Recht. Oh ja. Ich gebe es wenigstens zu. Also, ich habe Recht gehabt, dass die beste Methode, einen neuen Aufenthaltsort kennen zu lernen ist, in dem man sich ihn erläuft. Ein neuer Aufenthaltsort wie zum Beispiel im Urlaub, auf Dienstreise, nach einem Umzug. Ich bin umgezogen und konnte mir eigentlich gar nicht vorstellen, dass man hier gut laufen kann. Man kann! Und wie. Zuerst auf Fuß- und Radwegen zum Schloss Blutenburg, um dann ständig durch tief verschneiten Park auf Fußwegen in Richtung Nymphenburger Schloss zu laufen. Herrlich. Mit minus 5 Grad fast schon klirrend kalt, kreischende Kinderhorden auf winzigen Schlittenhügelchen und jede Menge sehr braver Hunde. Ein wahres Vergnügen. Der Nachtdienst, der Schlafmangel und die eweige Karton- und Möbelschlepperei stecken mir noch heftig in den Beinen. Daher habe ich den Lauf wohl hauptsächlich mit dem Kopf genossen. Die Beine und der Hintern (die Glutealmuskulatur) haben den Lauf eher mit Unbehagen und jetzt bereits mit Muskelkater quittiert. Aber nach drei Tagen MUSSTE es einfach wieder sein. Meine neue Wohnung verfügt noch nicht über einen Internetzugang, so dass ich in den nächsten zwei Wochen nur sehr unregelmäßig posten können werde. *Wenn der Provider dann endlich geliefert hat, werde ich allerdings über rasendes DSL mit 16Mbit downstream verfügen. Jawoll ja. Und damit der upload der posts schnell geht, gibt es 800kBit upstream. Ha!*
Der letzte Satz in *__* war ein Paradebeispiel, wie ich nicht schreiben will. Lauter Anglizismen ergeben ein schreckliches Kauderwelsch. Versuchen wir es anders:
*Wenn der Anbieter dann endlich geliefert hat, werde ich allerdings über rasendes DSL mit 16Mbit Ladegeschwindigkeit verfügen. Jawoll ja. Und damit das Hochladen der Beiträge schnell geht, gibt es 800kBit in dieser Richtung. Ha!*
Etwas besser?

Trotz der bevorstehenden Zwangspause: ... J2L!

Beste Grüße und schönen Abend von Martin

Dienstag, 23. Januar 2007

Marathon ...

... bin ich keinen gelaufen. Weder gestern noch heute. Dafür habe ich quasi einen Marathon der Arbeit hingelegt und bin daher gar nicht gelaufen. Schade. Was ist geschehen? Zunächst einmal habe ich momentan Nachtdienst und arbeite zumindest den größten Teil der Nacht. Gestern konnte ich dann meine neue Wohnung übernehmen. Also, Schlaf hintan gestellt und auf zu einem schwedischen Möbelhaus meines Vertrauens. Dann müssen die Teile aber auch aufgebaut werden und zuvor noch die Wände angestrichen ... Bis zum Schichtbeginn habe ich es eben noch geschafft zu duschen und dann nichts wie los. Übrigens hatte ich zwar Seife und Warmwasser in der Dusche, nur die Handtücher waren noch nicht mit umgezogen. Dumme Sache, das. Aber egal, man trocknet auch so (vor einer warmen Heizung). Die Nacht gab es dann natürlich viel zu tun. Aber was ein richtiger Neumieter ist, der lässt sich weder ins Bett noch ins Bockshorn jagen und ... genau! Gleich nochmal dahin, wo das Möbel haust (der Gag ist geklaut). Und vor lauter aufbauen und putzen war es schon wieder abends ... so, jetzt sitz ich da, mir tut alles weh und ich habe eine Nachtschicht vor mir. Morgen muss ich natürlich erstmal in die alte Wohnung, Handtücher etc einpacken. Aber dann geht es ratzfatz ins nagelneue Bett.

Laufen werde ich wohl erst Ende der Woche wieder .... Wahrscheinlich ist das bereits jetzt ein zum Bruch veurteiltes Versprechen :-) Demnächst mehr an dieser Stelle!

J2L!

Beste Grüße und wunderbaren Tag wünscht Martin

Sonntag, 21. Januar 2007

"Wunder ...

... gesche'n", sang Nena und Recht hatte sie. Heute Morgen gab es erneut ein Wetterwunder. Ich lief bei grauem Himmel los. So eine Art Wolkendecke, die anscheinend für die Ewigkeit aufgeschichtet ist, die nicht nachgibt, die dich erschlagen will, die auf dein Gemüt und auf deinen Kopf drückt. Und dann, kaum einige Minuten gelaufen, schon kommt der blaue Himmel durch. Da geht es mir ein wenig wie Hans im Glück, der seinen Klumpen Gold für ein Pferd, dies für eine Kuh, diese für ein Schwein, dies für eine Gans und die für zwei Steine eingetauscht hatte. Jedesmal wähnte er sich unglaublich glücklich. Schließlich fielen ihm die Steine in den Brunnen und er dankte Gott auf Knien für sein unverschämtes Glück. Mir fallen ebenfalls sämtliche Lasten von den Schultern wenn ich laufe und ich werde beschenkt mit guter Laune, Leichtigkeit, einem Gefühl von Stärke und Schnelligkeit. Laufen im Glück. J2L im Glück. J2LiG. Heute waren es 6 bis 7 km im forschen Tempo. D.h. 10km/h im Schnitt, was für mich schon ganz beträchtlich ist. Nun habe ich einen Tag Pause vor mir und bin ebenfalls dankbar.

Laufen im Glück!

Beste Grüße und einen wunderbaren Tag wünscht euch Martin (wahrscheinlich ordentlich auf Endorphinen)

Samstag, 20. Januar 2007

Wildbad...

... Kreuth. Ja, dort, wo sie Stoiber den Garaus gemacht haben. Dort bin ich (!) heute morgen gelaufen. Frueh um sieben, bei Morgengrauen, raus aus den Federn und rein in die Laufklamotten und ab ging es. Naturgemaess bergauf, denn von dort geht es entweder runter nach Kreuth ueber die Bundesstrasse oder aber bergauf und immer steiler bergauf, je weiter man laeuft. So wurden es dann mangels Puste und bei allzuvielen Prozenten Steigung nur 30 Minuten Lauf. Wunderbare Natur! Ein Bergbach, Wald, Berge, die aufgehende Sonne... es ist unbeschreibbar, ich versuche es gare nicht erst. Der Rest des Tages ging wie der gestrieg Nachmittag mit einem Fachsymposium eher belanglos zu Ende ... Ich habe uebrigens vergebens nach Blutflecken, abgetrennten Gliedmassen oder ausgerissenen Haaren gesucht im Bildungshaus der Hanns Seidel Stiftung. Entweder haben die gute geputzt, oder aber es war doch nicht so schlimm, wie man es sich vorstellt....
Gestern gab es keinen Post, wie ich freimuetig aber schuldbewusst zugebe. Ich wachte in der Ferienwohnung eines Freundes unmittelbar am Schliersse auf. Und zwar hat der seine Wohnung dort, wo keine Touris zwischen Terrasse und Ufer gehen koennen. Kyrill haette uns also wegspuelen koennen, tat er aber nicht. Geplant war ein Lauf einmal rund um den Schliersse. Das sind nur 8 km. Jedoch hielt mich ein fuerchterlicher Kater davon ab. Mann, selten so geliten. Dummheit, aber was solls. Der Abend war schoen. Sehr schoen. Grins. Diesen Lauf hatte ich aber wahnsinnig gerne in meiner Sammlung gehatb. Sehr schade!
Nun werde ich also trotz J2L morgen nochmal laufen. Heute waren es nur einige Meter und davor zwei Tage Pause. Das geht ja gar nicht. Aber anschliessend J2L. Ich liebe es!!!

Laufen! (J2L!)

Beste Gruesse und einen schoenen Abend wuenscht euch Martin

Donnerstag, 18. Januar 2007

Offensichtlich ...

... erfolgreich, mein neues Laufprogram J2L (jeden zweiten Tag laufen). Hach, irgendwie bin ich doch etwas wehmütig, denn das tägliche Laufen hat doch etwas Besonderes, Außergewöhnliches, etwas, das man gerne mitteilt und damit angibt. Abgesehen davon geht es nach den wenigen Tagen J2L ganz wunderbar! Die Stellen, die gerne Überlastung angezeigt haben - Sehnen des Tibialis Posterior Muskels rechts und links - geben Ruhe, die Muskeln räkeln sich entspannt ohne Kater - alles wunderbar. Und das obwohl ich gestern etwas mehr als 7km in forschem Tempo rannte. Das mag sich wenig anhören, ist aber für mich bisher schon ziemlich viel gewesen. Und heute fühlt es sich an, als wenn ich dringend raus auf die Straße müsste. Ich widerstehe heroisch dem Drang, verschiebe die Triebabfuhr auf morgen und schreibe im Sinne einer Übersprungshandlung etwas über das Laufen ins Blog. Ist ja auch schon etwas, nicht ? ...
Vielleicht wäre ein Lauf heute auch nicht angeraten, denn das Radio teilte uns mit, dass ein Sturm über Deutschland fegt. Jetzt weht es auch schon ganz schön draußen, jedoch ein Telefonanruf nach Köln erbrachte einn negative Windabfrage ... Ist Kölle zu weit westlich? Ist der Sturm dort schon vorbei? Kommentare erbeten.
Ich jedenfalls ziehe mich heute gen Süden zurück, will sagen, ich fahre an den Schliersee, um heute Abend mit einem Freund ein halbes Rind (es mag auch ein Hirsch oder eine Widlsau werden) zu verspeisen und dann morgen wie angekündigt nach Wildbad Kreuth zu reisen. Dort halten wir im CSU kontaminierten Tagungszentrum ein Symposium über Blut-Gerinnung ab. Spannend? Aber ja doch! Vor allem werden wir feststellen, ob Stoiber und seine Mannen ihre Zimmer ordentlich hinterlassen haben.

So verbleibe ich denn bis dahin mit den besten Wünschen und einem feierlichen Hallali!
Laufen! (J2L)
Stets Euer Martin
P.S. lasst euch heute nicht wegpusten

Mittwoch, 17. Januar 2007

Wundersam ...

... dass Blogger meinen letzten, so mühsam verfassten Text verschluckt hat. Nun, was Bestand hat beim zweiten Denken, beim zweiten Schreiben, dass sollte wert sein, hier ein weiteres Mal gepostet zu werden.
Wundersam also ebenfalls, waren das Wetter und ich heute. Was wir beide gemeinsam haben? Nicht viel, an sich, Heute jedoch tat sich eine wundersame Wandlung sowohl beim Wetter als auch bei mir. Wiewohl ich bereit bin, zuzugeben, dass der Lauf nichts am Wetter geändert hat, so hat der Lauf sehr wohl und sehr viel bei mir geändert. Das Wetter mag zwar auf mich gewirkt haben, ich jedoch kaum auf das Wetter. Obwohl uns die (falsch verstandene) Chaostheorie mit ihrem Schmertterlingseffekt das Gegenteil suggerieren könnte. Aber eben nur die falsch verstandene Chaostheorie. Was passierte? Der Start zu einem 7+km Lauf in durchaus forschem Tempo war begleitet von denkbar ungemütlichem Wetter mit knapp über Null Grad und eben vorher beendetem Nieselregen sowie den dazu passenden grau dräuenden Wolken. Kaum losgelaufen, lichtete sich da und dort die Gräue, um einer verheißungsvollen Bläue nachzugeben. Bis zum Ende des Laufs war sowohl meine Geschwindigkeit um ein Drittel gesteigert, als auch das Blau des Himmels auf gute 80% der Fläche ausgebreitet. Zu Beginn des Laufes war passend zum Wetter der Kopf angefüllt mit kreisenden Gedanken um Unerledigtes aber vor allem Unbeeinflussbares. Gegen Ende des Laufes machte sich eine gelassene Heiterkeit breit, die die Unbeeinflussbarkeit nicht nur wahrnahm, sondern konsequent bachtete. Was kann ich tun, um dies öfter, gar ständig zu erleben? Wunderbar. Ist es dieses Gefühl, das der Dalai Lama meint, wenn er so selig drüber schreibt? Fast möchte ich es glauben.Dazu kam die Freude über Dschäituhäll. Ich "darf" schnell aufen, mich verausgaben, mich gehen lassen, die Zügel losgeben und mich jauchzend über Tempo, Azidose und Lungenbrennen freuen. Denn ich "muss" ja nicht unbedingt morgen auf den gleichem Niveau sein. Ich muss ja nicht höllisch aufpassen, mich nicht in ein Übertraining abgleiten zu lassen. Ich "muss" gar nicht. Kein Zwang, nur pure Freude an der Bewegung. Es wird sicher aus dem J2L ein J2L+ werden. Jeden zweiten Tag oder öfter. Aber daran mag ich jetzt nicht denken, ich mag es allenfalls zulassen, wenn es denn kommen mag. Regeln werden von nun an fallengelassen.

So wünsche ich einen guten Tag und beste Grüße und stelle heute den abgeschwächten, ausrufezeichenlosen Imperativ bewusst hinten an

Laufen (Dschäituhäll).

P.S. Dschäituhäll = Dschäi-Tuh-Äll = J2L = jeden 2. Tag laufen ... für alle, die gestern nicht mitgelesen, mitgelitten, mitgelacht haben ...

Wundersam ...

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Dienstag, 16. Januar 2007

Die Y2K ...

... Problematik (Jiertuhkäi, Year-Two-K, Jahr-Zweitausend) war ein schöner Hype, die Presse und die Softwareindustrie hat jede Menge Geld damit verdient. J2L (DschäiTuhEll) hat nicht das Zeug zu diesem illustren Status, könnte aber - so die Überlegung - doch für mich erfolgreich sein. "J2L" - jeden 2. Tag laufen. Das wäre dann nicht mehr täglich und man müsste über eine Umbenennung des Blogs nachdenken, aber das wäre schon okay. Warum jeden zweiten Tag? Gestern lief ich, den Tag davor nicht, heute nicht und noch nie hat das Laufen so viel Spaß gemacht. Noch nie habe ich mich so drauf gefreut. Vielleicht war ich fürs tägliche laufen noch nicht trainiert genug? Dann folgte auf eine Phase J2L später wieder ein Streak ... oder vielleicht ist J2L einfach das Richtige für mich? In meinem Alter? (keine Kommentare dazu, bitte). Nun, ich kann es ja einfach mal ausprobieren. Der schöne Nebeneffekt wäre zudem, dass ich länger laufen könnte. Jeden zweiten Tag 10 oder 15 km scheinen durchaus möglich. Für das tägliche Pensum wäre das viel zu viel. So läute ich hiermit offiziell und pathetisch die Phase des J2L ein! Tadaa! DschäiTuhEll! Es wird also mehr Platz und Zeit in diesem Blog sein für die Dinge zwischen den Läufen. Die Zwischenläufe sozusagen. Die Unläufe, die unläufigen Tage, das Nichtgelaufene, das Gegangene, Gedachte und Gesehene. Das könnte ja immerhin auch spannend werden.

LAufen! (DschäiTuhEll)

Beste Grüße und noch einen schönen Abend wünscht Martin

Montag, 15. Januar 2007

Pausen ...

... tun Wunder. Einen Tag nicht gelaufen und schon waren die heutigen 5,5 oder 6 km eine wahre Wonne. Was auch an Sonne, Vogellauten (nicht vögel-Lauten!) und Frühlingsgefühlen gelegen haben mag. Jedenfalls schwanke ich innerlich, ob ich denn nicht des öfteren mal eine Pause einlegen sollte. Das entspricht dann zwar nicht mehr der Definition des täglichen laufens, aber .... des ert(r)äglichen Laufens ... Das verwendete Adjektiv passte so schön ob der Buchstabenspielerei, aber eigentlich wollte ich "spaßig" sagen. Wie dem auch sein mag, der Text gewinnt ja sowieso erst im Bewusstsein des Lesers seine Qualität. Womit ich bei einem weiteren Thema meines Lebens bin: das Schreiben. Jetzt habe ich etwa ein halbes Jahr lang nicht mehr schritstellerisch gearbeitet und es wird Zeit, dass ich damit wieder anfange. Gleich morgen! Oder übermorgen. Ähem. Naja. Wer Lust hat, die bisherigen Werke zu studieren, der soll doch bei einem (Internet?)-Buchhändler seines Vertrauens recherchieren und er wird drei mal tatsächlich und einmal angekündigt fündig werden. Wer erfolgreich ist, kann ja an diesem Ort via Kommentar einen Tip abgeben, den zu bewerten mir eine Ehrenpflicht sein wird. So, erfolgreich die Eigenwerbung samt Angabe der ISBN umschifft.
Heute Abend werden schuldbewusste Emails an die beteiligten Wartenden des aktuellen Projektes versandt und dann kann es alsbald losgehen. Was der unverhoffte Frühling nicht alles so bewirkt...
Die Festplatte meines iBooks bevölkern zwei fast fertige Bücher und ungezählte Ideen - meinen Kopf bevölkern noch ganz andere Dinge und harren der Niederschrift. An diesem Ort wird berichtet werden!

LAufen!

Besten Gruß und einen schönen Abend noch von Martin

P.S. heute Abend gibt es Guidos Coq au vin (Kock o wäm). Neidisch? Recht so!

Sonntag, 14. Januar 2007

Kunst ...


... war das Thema des Tages heute. Nicht das Laufen. Leider. Nicht gelaufen heute. Warum? Meine Sehnen und Gelenke - die üblichen Verdächtigen - haben nach den zehn Kilometern von gestern ihren "Einspruch Euer Ehren" angemeldet. Okay, sag ich, okay, dann halt nicht. Aber morgen wieder. Ich versprechs. Es soll ja nicht zum Zwang ausarten. Dennoch soll dieser Blog übers "täglich laufen" gehen und ab morgen bin ich wieder dabei ... Dafür bin ich heute nach 3h post-Nachtdienstschlaf in die Stadt geradelt und hab mich mal wieder im Lenbachhaus vergnügt. Wenn einer in die Photoausstellung (da waren es noch Photos. Heute heißen die Fotos) der Gabriele Münter gehen wollte ... zu spät! Heute war letzter Tag. Dafür ein anderer Tip. Direkt neben dem Lenbachhaus ist eine U-Bahnhaltestelle, in deren Mittelgeschoss ein ständiger Ausstellungssaal des Lenbachhauses ist. Da werden momentan einige Kandelaber gezeigt, die mit Morsecode ihre Botschaft in die Welt leuchten. Das allein war schon witzig. Dazu aber gibt es in der "Videokammer" dieses Ausstellungssaales eine Sound-Installation. Die war äußerst beeindruckend. Stockduster, alles ist schwarz ausgekleidet. Aus etwa 15 Lautsprechern, die scheinbar erratisch im 3D Raum verteilt hängen, wird eine 4-Spur digitale Komposition eingespielt, die mich zu Assoziationen zwischen Walgesang und Weltuntergang angeregt haben. Ein älteres Ehepaar kam herein, während ich auf dem Boden in einer fernen Ecke brütete und sagte: "Wie bei einem Luftangriff" und verließ den Saal fluchtartig (das Ehepaar sagte und ging, nicht ich :-) . Mich haben die Klänge enorm beeindruckt, da für mich mit dem Klangchaos ein Abbild der inneren Unruhe "unserer Zeit" (zumindest meiner Zeit) geschaffen wurde. Dies war umso deutlicher und beeindruckender, als das Ambiente alle anderen Sinneseindrücke stark reduziert hatte. So wurde denn in mir diese innere Unruhe deutlich und dadurch unwirksam. Seltsam? Yessir!! Das ganze war ein regelrecht spirituelles Erlebnis für mich und ich fühlte mich veranlasst, dort auf dem schwarzen Teppich in der Dunkelheit kauernd zu beten.

LAufen!

Beste Grüße und einen schönen Abend von Martin

P.S. zum Bild: Cerith Wyn Evans,
Ansicht der Ausstellung im Kunstbau München
© the artist
Foto: Lenbachhaus

Samstag, 13. Januar 2007

Sonne ...

... nichts als Sonne heute. Was ist denn da los? Vögel zwitschern, Insekten brummen, die Leute schwärmen aus ... Unglaublich. Nach der Nachtschicht habe ich mir nur zwei Stunden Schlaf gegönnt. Beziehungsweise hat mir G. nur zwei Stunden Schlaf gegönnt. Dann klingelte das Telefon. "Aufstehen! Laufen!" Na gut. Es wurden etwas über 9 km in zur Hälfte langsamem, zur anderen Hälfte mäßigem Tempo durch die Stadt und einmal rund um den Südpark in München. Anschließend duschen und gleich wieder raus auf eine 20 km Radtour durch München. Nach Pasing, die Gegend bekucken, in der ich ab 1. Februar wohnen werde (fein). Eine richtige Villengegend - ich bin schwer beeindruckt. Und um die Ecke ist Lauche und Maass. Das wird gefährlich für meinen Geldbeutel. Anschließend durch den Westpark - dort liefen, spazierten, aßen, saßen und gingen hunderte oder Tausende. Dann in die Altstadt bis zum Lenbachhaus, die Photographien Gabi Münters ansehen. Die (zeitweise) Lebensgefährtin Kandinskys ging nach dem Tod ihrer Eltern mit ihrer Schwester auf eine Amerika Reise 1899-1900, um ihre verstreute Familie zu besuchen. Dort hat sie -zig eindrucksvolle Bilder geschossen. Das Spannende daran fand ich die ungezwungenen Portraits und Situationsaufnahmen, die die Menschen zeigen, wie sie einfach waren. So war das wilde Amerika also. Arm. Schmutzig. Schlammig. Und mittendrin die Menschen, die ihre Würde bewahren, sich schön machen, leben, überleben. Sehr toll. Wer in der nächsten Zeit in München ist: unbedingt ins Lenbachhaus! Ich habe eine Jahreskarte, die ich gerne ausleihen würde :-)

Ansonsten: LAufen!

Beste Grüße und einen schönen Tag aus Münga von Martin

Besser ...

... spät als nie und besser kurz als gar nicht. Es ist zwar schon der dreizehnte, aber erst viertel vor zwei und so erlaube ich mir, von gestern zu sein, beziehungsweise darüber zu reden. Es hat sich nämlich gelohnt, diesen Tag zu leben. Das klingt ja jetzt äußerst komisch, aber ich lass es mal so stehen. Sportlich war der Tag ein Erfolg, denn 6 lockere Kilometer bei Sonne und Wind haben so viel Spaß gemacht wie seit längerem nicht mehr. Wunderbar. Dann war der Nachmittag ein eher ödes Herumwarten auf den kommenden Nachtdienst. Dann jedoch traf ich G. auf der Straße, wir gingen in eine Kneipe, aßen eine Suppe, dann bei mir zu Hause einen Grappa (nur einen kleinen - vor der Schicht :-). Und zudem habe ich heute Morgen den Mietvertrag für meine neue Wohnung unterschrieben. 3 Zimmer. Klein, aber oho und nicht teuer. Ein Grund zur Euphorie!
Vielleicht schaffe ich es ja einmal, jeden Tag als gelungen und "gelohnt, ihn zu leben" zu bezeichnen. Was ich heute (mal wieder) verstanden habe: es liegt alles nur an einem selbst. "Beauty is in the eye of the beholder" und ich glaube: "happiness is in my own mind".

LAufen! (kann nicht schaden. Probier es!)

Beste Grüße und einen schönen Tag von Martin

Donnerstag, 11. Januar 2007

Alles ...

... Einstellungssache. Einfach nur laufen. Das waren die wichtigsten Gedanken auf dem heutigen viereinhalb Kilometer Lauf durch die niederbayerische Provinz (man könnte auch Läufchen sagen). Es kommt doch wirklich nicht darauf an, schneller, weiter oder besser als jemand anders zu laufen. So jedenfalls der heutige Gedanke. Einfach nur laufen. Schön wars. Sonne, Wind, 12 Grad. Andererseits motivieren spezifische, erfüllbare Ziele enorm. Einen Wettkampf zu laufen, ist schon was Besonderes. Macht Spaß, auch wenn man unter den Letzten ist, die einlaufen. Wir werden sehen, was so kommt. Hauptsache bleibt jedenfalls, laufen zu können! Das ist ja nun nicht selbstverständlich. Selbstverständlich wäre auch - um auf mein momentanes Lieblings-Bashing-Opfer zu kommen - selbstverständlich wäre auch, Kritik wahrzunehmen. Insbesondere als Politiker. König Ede scheint da so seine Schwierigkeiten zu haben. Macht ist ein überaus gefährliches Gut. Es macht anscheinend süchtig und wie bei Rauschmitteln auch - hier passt die Analogie perfekt - können nur wenige freiwillig davon lassen. Ungesund ist das Verhalten allemal. Das ganze Gerangel wird nicht spurlos an dem alten Herrn vorüber gehen. Weder politisch noch tatsächlich gesundheitlich. Fast beginnt er mir leid zu tun. Das spare ich mir jedoch lieber für die Nach-Ede-Ära auf. Gerne dagegen lasse ich Revue passieren, welche Ambitionen der Bursche hatte und wie er jetzt dasteht. Kanzlerambitionen zunächst. Wahl verloren. Knapp, aber immerhin. Als wenn der Wahlkampf nicht peinlich genug gewesen wäre, versuchte er dann, das Merkel unterzubuttern. Eine deutliche Peinlichkeitssteigerung war der Schwanzeinzug und die Rückkehr nach München. Und jetzt überbietet er sich selbst um Längen. Und jetzt? Entweder er bleibt König von Bayern und wir können uns auf einen stetig steigenden Komödienwert der Politik einstellen, oder aber er merkt, was er sich selbst an Respekt schuldet und hört auf. Beides wäre nicht ohne Unterhaltungswert. Warten wir es ab.

LAufen!

Beste Grüße und einen spaßigen Tag noch wünscht Martin

Mittwoch, 10. Januar 2007

König ...

... für weitere hundert Jahre hat uns Kini Ede der Allerletzte angekündigt. Na gut, seis drum, man wird es nicht verhindern können. Solange man in Bayern das tägliche Laufen nicht verbietet, bleiben ja nur noch zweihundertdreifünfzig andere Dinge, die mich stören ... das ist zu pessimistisch. Bayern ist ein ganz wunderbarer Platz zum leben. Es gibt wenige Arbeitslose, das Merkel hält sich ferne und ganz allgemein bleiben die allermeisten Probleme gerne nördlich von Aschaffenburg. Das ist doch eigentlich ganz prima. Huch, welch schrecklicher Optimismus hat mich befallen?! Vielleicht hat das Wetter Anteil an diesem Sinneswandel? Sonne, 15 Grad, blauer Himmel, nur unterbrochen von weißen Wölkchen, damit da auch standesgemäß weiß-blau prangt an der bayerischen Königsüberwölbung ... vier dreiviertel lockere Kilometer und das Verlangen mehr zu laufen. Also doch wieder täglich. Wen wundert's - es ist halt einfach gar zu gut.
Und König Ede hat jetzt zugesagt, mit seiner bösen Kritikerin Pauli zu reden. Nein, nicht falsch verstanden. Doch doch, er hat das so gesagt. Er redet mit ihr. Wirklich. Das heißt natürlich nicht, dass sie antworten darf. So weit käm's noch, was? Wo kämen wir denn da hin, wenn der Regent mit jedem dahergelaufenen Kritiker auch reden würde. Vielleicht sollten Ducati-Pauli und Königs-Ede ja einfach mal miteinander laufen? Ordentlich durchgeschwitzt, ein wenig außer Puste lägen die zwei sich nach einer Stunde in den Armen. Ich schwörs. Karin hätt wohl was dagegen, aber unter Königens hat man gerne mal ne Maitresse, nicht wahr?

LAufen!

Beste Grüße und einen schönen Tag vom Gipfel der Gemütlichkeit, Martin

Dienstag, 9. Januar 2007

Auwei ...

... zwick, jetzt hab ich doch glatt vergessen, gestern zu posten. Dann hol ich das jetzt einfach nach: "Gestern 4km. Regen. Alles fein." Und Schluss. Das war gestern. Ich lebe lieber im Heute und poste auch so. Auch heute waren es etwas mehr als 4 km und das Gefühl war prima. Regen, Wind und Bäh, aber trotzdem ein Hochgefühl. Da soll noch einer sagen, laufen mache nicht abhängig. Wo bleibt eigentlich der Schnee? Nicht, dass ich darauf stehen würde. Von mir aus darf der das ganze Jahr über südlich der österreichischen Grenze bleiben, aber es ist doch ein eigenartiger Winter. Ob wir dafür bis Anfang Juli verschneit bleiben? Oder fällt der Winter dieses Jahr einfach aus? Und die CSU Klausuren in Wildbad Kreuth ... heuer ganz ohne Schneeberge? Übrigens fahre ich auch da hin. Jawollja. Die CSU Landtägler am 17. und 18.1. und wir am 19. und 20. Zu einem Symposium. Fortbildung. Vielleicht kann ich ja in dem Bett schlafen, das Ede Stoiber vorher vollgepupst hat? Was heißt eigentlich Klausur? Abgeschlossenheit, oder? Was ist da abgeschlossen? Die Presse ist da, es gibt Interviews und es steht alles in den Zeitungen, was nicht besprochen wurde. Soweit genauso wie im Alltag. Die Wahrheit wird nicht gesagt, aber viel Tamtam gemacht. Vielleicht könnte man die ja in der Klausur wörtlich genommen einschließen und den Schlüssel vergessen. Einfach vergessen. Das wäre doch mal was. Dann machen wir die Pauli zur Königin von Bayern und Max Strauß zum Psychiatrieminister. Mit dieser Lösung aller bayerischen Probleme melde ich mich für heute ab und imperiere zum Schluss noch

LAufen!

und wünsche wie gewöhnlich alles Gute und einen schönen Tag. Martin.

Sonntag, 7. Januar 2007

10...

... km heute morgen mit G. Juchuu, es geht noch. Natüüüürlich habe ich es übertrieben, war ja zu erwarten. Etwas zu schnell. Ziemlich euphorisch. Trotz Nacht und Wind und manchmal auch Niesel Euphorie. Das sagt doch was. Dann auf dem Rückweg nach Osten gelaufen und dem langsam, langsam bläuenden Himmel beim Hellwerden zugesehehn. Was will man mehr? Was man mehr will? Natürlich will man dann keine schweren Beine den Tag über... aber naja.

LAufen!

Besten Gruß und einen schönen zweiten Sonntag im Jahr 2007 wünscht Martin!

Samstag, 6. Januar 2007

Schweren ...

... Herzens verzichte (!) ich auf einen weiteren Tag Laufens ... um zu ... laufen! Morgen früh um 6:00 ist ein Treffen mit meinem G Punkt (das ist jetzt gemein) verabredet. Dann werden wir laufen, laufen, laufen. Eine Stunde gemütlich. Zu zweit ist alles doppelt so schön und halb so schlimm, je nach dem. Überhaupt ist dieses Wetter und diese Jahreszeit dazu angetan, sich Gemeinschaft zu holen, sich aufzubauen, sich nicht niederdrücken zu lassen. Kopf hoch und losgelaufen! Auch meine treue Kommentatorin scheint vom Wintertrübsinn betroffen, aber sie lässt sich nicht unterkriegen! Richtig so, sage ich. Zwei Tage ohne laufen. Eigenartig. Eine Umstellung. Jetzt wird der neue Lauftag morgen noch wichtiger und noch schöner. Vielleicht sollte ich wöchentlich nur 5 Tage laufen und zwei Tage Pause je nach den härtesten Einheiten einlegen? Ich habe mich noch nicht entschieden. Die Pause war und ist jedoch indiziert gewesen. Heute Morgen sank der Ruhepuls prompt auf unter 50, wo er die letzten Tage stets in Richtung sechszig (!) tendierte. Also, mal wieder Recht gehabt. Ich habe gerne Recht.
Die Frage von gestern, welchen imperativen Abschiedsgruß ich wählen soll, ist von meinem privaten TED mit überwältigender Mehrheit entschieden worden. Tadaaa! An the winner is: "LAufen!" Mit großem A. Des Imperativs wegen, und um das dominante Ausrufezeichen etwas auszubalancieren. Ich danke den zahlreichen Teilnehmern der Abstimmunf und verbleibe für heute mit dem Ausruf

LAufen!

sowie mit den besten Grüßen und den schönsten Wünschen für einen freundlichen Tag!

MArtin :-)

Freitag, 5. Januar 2007

Hoppla ...

... ist das falsche Wort, denn ich "breche" heute ganz bewusst meinen "Streak". Also meine Serie von Tagen, an welchen ich stets mindestens eine Meile gelaufen bin. Ich bin weit davon entfernt, nicht mehr laufen zu wollen. Bewahre! Aber ich merke, wie ich mich selbst zwanghafterweise unter Druck gesetzt habe und will das jetzt ganz bewusst durch einen Tag Pause (oder zwei Tage Pause?) unterbrechen. Ich habe einen ständig erhöhten Ruhepuls, und spüre zunehmend meine Gelenke wieder. Natürlich wäre es gut möglich gewesen, einfach einige Tage nur 2 oder drei Kilometer zu laufen. Damit wäre das Übetraining sicher bald verschwunden gewesen und neuer Schwung wäre reingekommen. Aber 2 oder 3km sind einfach soooo öde! Nee, 7 oder mehr müssen es schon sein, sonst kommt kein meditatives Gefühl auf. Also werde ich meinen Ausruf "Täglich laufen!" modifizieren müssen. Hat Eine oder Einer aus der verehrten Leserschaft eine gute Idee, mit der ich mich ebenso imperativ verabschieden kann? "Fast täglich laufen!" ist ja nun irgendwie ungeeignet, oder?
Ich freue mich, dass ich diesen Zwang beseitigt habe und werde mit großem Vergnügen (wahrscheinlich doch an den allermeisten Tagen) weiter laufen.

Laufen! (gilt als Übergangs-Imperativ)

Die allerbesten Grüße wünscht ein zufriedener Martin!

Donnerstag, 4. Januar 2007

Uuups ...

... jetzt habe ich doch glatt gestern nicht gepostet. (Was ein doofes Wort!) Also, ich habe keinen Beitrag in mein Blog geschrieben. (Blog, schon wieder so ein seltsames Wort.) Also, ich habe keinen Beitrag in mein Internet-Tagebuch geschrieben. Also, das ist zu umständlich. Ich bleibe doch wohl besser bei "gepostet". Wie auch immer, gestern gabs keinen Beitrag. Gelaufen bin ich wohl. 7,2km in ein wenig Nieselregen. Das war nicht so bemerkenswert. Der fehlende Beitrag wird also zu verschmerzen sein. Heute dagegen war es .... auch nicht aufregend ... 6 ein halb Kilometer zwischen 6 und 7 Uhr. Wenig Niesel, hauptsächlich Nacht. Stumpfsinnige Runden um die Häuserblöcke, da ist es wenigstens beleuchtet. Aber egal. Der Sommer kommt auch wieder. Es kommen auch wieder Tagesläufe, Naturerlebnis etc. Man wird sehen. Besonders geferut hat mich heute morgen der Kommentar auf den "Muskelkater"- Post von vorvorgestern. Leberwurstbrot in den Schuh. Das hilft wohl auch - so der Kommentar von Pandoria (siehe Elfenbeinturmspringen) - gegen Käsefüße. Eine weise Erkenntnis, für die ich mich hiermit förmlich bedanken will. Nicht nur der sprachliche Reiz sondern auch die assoziative Fülle, die sich aus der Anmerkung ergibt, lässt einen nahezu wonnig schaudern.

So bleibt mir nur allen mehr Wurstbrote in die Schuhe zu wünschen und tägliches laufen zu fordern! (Wurstbrote wünsche ich und fordere sie mit Bedacht nicht)

Beste Grüße und einen schönen Tag wünscht Martin

Dienstag, 2. Januar 2007

Aaaaahhhh ....

... guuuut. Endlich wieder beinahe das alte feeling. Nach einer Woche Kampf, war es heute endlich wieder Spiel. Kaum noch Muskelkater. Gut geschlafen. Ausgeschlafen. Good vibes. Trotz Wind auf der ersten Hälfte des 5,9km Laufs und Regen auf der zweiten Hälfte. Schön gemütlich über Feldwege. Durch den Wald. Matsch. Mischung von abgefallenen Nadeln, Kies, Blätter, Schlamm, Wasser, Gras unter den Füßen. Und es gibt noch mehr von meiner Sorte: eine Joggerin kam mir entgegen. Grüßte und war schon vorbei. In summa drei Rehe, die meinen Weg kreuzten und unendlich scheinende Sprünge über weite Äcker weg von mir vollführten. Beeindruckend, wie weit die Viecher *schnell* laufen können. Ich wollte ja eigentlich 7km regenerativ, bei 5,9 kam aber das Basislager an mir vorbei und ich dachte, ein wenig weniger desselben, ein wenig mehr ausruhen wäre womöglich nicht schlecht. Und ich habe - so meine ich - Recht gehabt. Fühlt sich wunderbar an. Keine Erschöpfung. Nur gut. Was gibts neues außerhalb der Welt des Laufens? Mord und Totschlag in den Zeitungen. Auf großer Bühne (Herr Hussein) wie auf kleiner Bühne (diverse Torsos, die in der Donau schwimmend gefunden wurden, verschwundene Lebensgefährtinnen, Missbrauch von Kindern allenthalben). Was ist los mit dem Menschen? Tiere sind brutal ihren Schwachen und Alten gegenüber. Da wird kaum mal geholfen. Das haben wir geändert. Wir kümmern uns um die Hilfsbedürftigen. Machen wir "zum Ausgleich" Kriege, Todesstrafe und Morde? Ich verstehe es nicht. Ist das unser Wesen? Sind wir so? Oder machen wir das gegen unsere Natur. Aus Trotz der Natur gegenüber? Oder haben wir uns von unserem natürlichen Wesen soweit entfernt, dass es nicht mehr wirkt? Letzteres scheint mir eine vernünftige Annahme. Wir haben unsere Natur durch unser Gemeinwesen so überwölbt, dass die Natur nicht mehr wirken kann. Einerseits ist das ja gut. Soziales, Mildtätiges kann sich in großem Umfang nur in einem organisierten Gemeinwesen entwickeln. Andererseits haben wir die Ankoppelung an unser Wesen, an unsere Natur, mithin an uns selbst verloren.

Oder?

Alles Käse?

Könnte hinkommen?

Ratlos ruft euch Martin zu: täglich laufen! Und verbleibt wie stets mit den besten Grüßen und einem Wunsch nach einem der besten Tage für jeden von euch.

Montag, 1. Januar 2007

Muskelkater ...

... einfach "weg" zu laufen, ist anscheinend eine wirksame Strategie. Die 7km regenerativ heute frueh durch den Wald und Stadtrand im Muenchener Suedwesten haben meinen Beinen gut getan. Offensichtlich habe ich die Umfaenge doch zu heftig gesteigert. Nach dem Tempolauf letzten Mittwoch war es dann einfach zu viel. Erhoehter Ruhepuls, Muskelkater, niedergeschlagene Stimmung. Es ist ja so einfach, das auf dem Papier zu erkennen, aber wenn man dann miten drin steckt ... dann versagt die Kognition. Also, Leute, nehmt euch in Acht vor Uebertraining. Das macht keinen Spass.
Mein Sohn sagt eben: "Gegen Muskelkater in den Beinen hilft Wurstbrot in den Schuhen ... dann laeuft man naemlich nicht mehr." Wie Recht er hat. Und gegen angreifende Hunde hat man dann auch ein Mittel. Genial!
Das sind also die negativen Seiten des taeglichen Laufens. Die will ich auch nicht verschweigen. Liefe ich nur jeden zweiten Tag oder machte ueberhaupt mal Pausen waehrend der Woche, waere mir das womoeglich nicht passiert. Aber wer weiss. Spannend ist es allemal.
Dennoch verbleibe ich mit meinem Ausruf: taeglich laufen!

Und wuensche einen besonders gelungenen Start ins Jahr 2007.

Euer Martin