Dienstag, 2. Januar 2007

Aaaaahhhh ....

... guuuut. Endlich wieder beinahe das alte feeling. Nach einer Woche Kampf, war es heute endlich wieder Spiel. Kaum noch Muskelkater. Gut geschlafen. Ausgeschlafen. Good vibes. Trotz Wind auf der ersten Hälfte des 5,9km Laufs und Regen auf der zweiten Hälfte. Schön gemütlich über Feldwege. Durch den Wald. Matsch. Mischung von abgefallenen Nadeln, Kies, Blätter, Schlamm, Wasser, Gras unter den Füßen. Und es gibt noch mehr von meiner Sorte: eine Joggerin kam mir entgegen. Grüßte und war schon vorbei. In summa drei Rehe, die meinen Weg kreuzten und unendlich scheinende Sprünge über weite Äcker weg von mir vollführten. Beeindruckend, wie weit die Viecher *schnell* laufen können. Ich wollte ja eigentlich 7km regenerativ, bei 5,9 kam aber das Basislager an mir vorbei und ich dachte, ein wenig weniger desselben, ein wenig mehr ausruhen wäre womöglich nicht schlecht. Und ich habe - so meine ich - Recht gehabt. Fühlt sich wunderbar an. Keine Erschöpfung. Nur gut. Was gibts neues außerhalb der Welt des Laufens? Mord und Totschlag in den Zeitungen. Auf großer Bühne (Herr Hussein) wie auf kleiner Bühne (diverse Torsos, die in der Donau schwimmend gefunden wurden, verschwundene Lebensgefährtinnen, Missbrauch von Kindern allenthalben). Was ist los mit dem Menschen? Tiere sind brutal ihren Schwachen und Alten gegenüber. Da wird kaum mal geholfen. Das haben wir geändert. Wir kümmern uns um die Hilfsbedürftigen. Machen wir "zum Ausgleich" Kriege, Todesstrafe und Morde? Ich verstehe es nicht. Ist das unser Wesen? Sind wir so? Oder machen wir das gegen unsere Natur. Aus Trotz der Natur gegenüber? Oder haben wir uns von unserem natürlichen Wesen soweit entfernt, dass es nicht mehr wirkt? Letzteres scheint mir eine vernünftige Annahme. Wir haben unsere Natur durch unser Gemeinwesen so überwölbt, dass die Natur nicht mehr wirken kann. Einerseits ist das ja gut. Soziales, Mildtätiges kann sich in großem Umfang nur in einem organisierten Gemeinwesen entwickeln. Andererseits haben wir die Ankoppelung an unser Wesen, an unsere Natur, mithin an uns selbst verloren.

Oder?

Alles Käse?

Könnte hinkommen?

Ratlos ruft euch Martin zu: täglich laufen! Und verbleibt wie stets mit den besten Grüßen und einem Wunsch nach einem der besten Tage für jeden von euch.

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